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Tag der Befreiung von Erhard Schüttpelz, gelesen von Hanns Zischler
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Eine Gegenrede zum 8. Mai zu Ehren aller Displaced Persons von Erhard Schüttpelz, gelesen von Hanns Zischler, aus Berlin Review No 11, Mai 2025 — Hörfassung

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Auch die Deutschen seien am 8. Mai 1945 vom Nationalsozialismus befreit worden, behauptete Bundespräsident Richard von Weizsäcker vor vierzig Jahren in einer epochemachenden Rede. Die so eingeleitete (west)deutsche Erinnerungskultur scheitert heute an der Realität. Wer wurde wirklich befreit im Frühjahr 1945, und wer harrt bis heute seiner Befreiung? Eine Gegenrede zu Ehren der «Displaced Persons» von damals und aller Geflüchteten von heute.

Autor: Erhard Schüttpelz Interpret: Hanns Zischler Schnitt: Astrid Menze Redaktion, Produktion: Tobias Haberkorn

Erschienen in Berlin Review No 11, Mai 2025 blnreview.de

© 2025 Berlin Review / Erhard Schüttpelz

  • 00:00:00 Vierzig Jahre, achtzig Jahre: Erfindung und Krise deutscher Erinnerungskultur
  • 00:05:37 Richard von Weizsäcker, 8. Mai 1985: «Wir müssen die Maßstäbe allein finden.» 2
  • 00:17:03 BRD und DDR, zwei unversöhnliche Antifaschismen
  • 00:27:11 Erinnerungskultur und Geschichtswissenschaft: Worüber Forscher nicht mehr streiten, das Feuilleton aber schon
  • 00:39:49 Displaced Persons – nein, die Deutschen waren nicht «allein»: wer am 8. Mai 1945 wirklich befreit wurde
  • 00:49:30 Herrenrasse, Shoah, Kolonisierung und Entkolonisierung; von 1914 bis nach Vietnam
  • 01:01:16 Gekreuzte Wege: Peiniger und Gepeingte auf Augenhöhe, für einen kurzen Moment (mit Ruth Klüger)
  • 01:06:21 Schluss — Die Antwort lautet: Egal welches wir

Veröffentlicht am 9.0.2025