Die vielleicht verstörendste moralische und politische Tatsache in heutigen Gesellschaften ist die Ungleichheit des Lebens verschiedener Gruppen. Oft wird sie anhand unterschiedlicher Lebenserwartungen zum Zeitpunkt der Geburt gemessen. Diese Unterschiede betragen zwischen den ärmsten Ländern, Lesotho und der Zentralafrikanischen Republik, und den reichsten, Japan und der Schweiz, über 30 Jahre. Innerhalb einzelner Länder belaufen sie sich bei Männern auf dreizehn Jahre zwischen den ärmsten und den reichsten fünf Prozent in Frankreich, auf fünfzehn Jahre zwischen Schwarzen ohne High-School-Abschluss und Weißen mit Universitätsabschluss in den USA.

In Kriegskontexten kann diese Ungleichheit anhand der Zahl der Todesopfer unter Kriegsparteien und anhand der finanziellen Entschädigung für ihre Familien bemessen werden. So wurden seit der militärischen Intervention der USA und ihrer Verbündeten im Irak im Jahr 2003 schätzungsweise mindestens 200.000 irakische Zivilisten und 4.600 US-Soldaten getötet.1 Das Verhältnis zwischen zivilen und militärischen Opfern liegt bei etwa 43:1. In Afghanistan liegt es bei 20:1. Bei der finanziellen Kompensation ist die Kluft noch größer. Entschädigungszahlungen für irakische oder afghanische Zivilisten, die von der US-Armee getötet wurden, betragen maximal 2.500 Dollar. Familien der in diesen Kriegen gestorbenen US-Soldaten werden mit bis zu 500.000 Dollar entschädigt. Die ökonomische Bewertung des Lebens eines US-Soldaten beträgt demnach das 200-fache eines irakischen oder afghanischen Zivilisten.

Der Blutzoll für die israelischen Kriege in Gaza dürfte zu den am ungleichsten verteilten des 21. Jahrhunderts gehören. Die Operation «Cast Lead» (Gegossenes Blei) des Jahres 2008 begann mit der Verletzung des Waffenstillstands mit der Hamas und einer Präventivintervention der israelischen Armee, die in Gaza einen Tunnel zerstörte, während palästinensische Kämpfer mit Raketen zurückschlugen. Dabei starben 1.391 Palästinenser, davon 759 Zivilisten, und 13 Israelis, davon 3 Zivilisten, wobei 4 der 10 Soldaten durch Eigenbeschuss ums Leben kamen.2 Das Verhältnis der Todesfälle lag insgesamt bei über 100:1, für Zivilisten bei über 250:1. In Gaza wurden 318 Kinder getötet, in Israel keines.

Während der Operation «Protective Edge» (Operation «Starkes Kliff») von 2014, ausgelöst durch die Entführung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen und die retributive Verhaftung von 350 Palästinensern, wurden 2.251 Palästinenser getötet, darunter 1.462 Zivilisten, darunter 551 Kinder, wobei die Hamas 21 Personen wegen angeblicher Kollaboration mit dem Feind hinrichtete. Auf der anderen Seite wurden 67 israelische Soldaten getötet und in Israel selbst durch palästinensischen Raketenbeschuss sechs Zivilisten, darunter ein Kind.1 Das Verhältnis der Todesfälle lag insgesamt bei 34:1, bei Zivilisten bei 243:1 und bei Kindern bei 551:1. Es erübrigt sich der Hinweis, dass es nach diesen Kriegen keine finanzielle Entschädigung für tote Zivilisten gab. Wenn der Wert eines Lebens nach der Zahl der direkt durch den Krieg verursachten Todesfälle geschätzt wird, kann man sagen, dass das Leben eines palästinensischen Zivilisten mehrere 100-mal weniger wert ist als das eines israelischen Zivilisten.

Dieser grässliche Vergleich geht mit dem aktuellen Krieg im Gazastreifen ins Extrem. Die Operation «Iron Swords» («Eiserne Schwerter») startete die israelische Regierung nach dem schrecklichen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und der Ermordung von 1.139 Menschen in Israel, darunter 766 Zivilisten, davon 695 Israelis und 36 Kinder.2 Dieser Terroranschlag war bei weitem der tödlichste seit der Gründung des Staates Israel: Die Opferzahl war 31-mal höher als beim zweittödlichsten im Jahr 1978.3 Darüber hinaus wurden 240 Israelis als Geiseln genommen, während mehr als 2.000 Palästinenser in unbefristete Administrativhaft kamen, das heißt, sie werden ohne Aussicht auf ein Gerichtsverfahren inhaftiert.4 In den ersten beiden Monaten des Konflikts verloren 300 palästinensische Familien jeweils mehr als 10 Mitglieder, 15-mal so viele wie im Krieg 2014. Nach 100 Tagen waren über 31.000 Palästinenser gestorben, darunter geschätzte 7.000, die noch unter den Trümmern lagen.5 Unter den 24.100 identifizierten Leichen befanden sich mehr als 10.000 Kinder und 7.000 Frauen. Das Verhältnis der Todesfälle lag bereits bei insgesamt 27:1, bei Kindern bei 280:1.

Nach diesen konservativen und vorläufigen Schätzungen der Todesfälle im Gazastreifen war die Sterblichkeitsrate im Verhältnis zur Bevölkerung aufgrund des Krieges bei den Palästinensern im selben Zeitraum 125-mal so hoch wie in Israel, bei Kindern mehr als 2.000-mal so hoch. Es wurde berechnet, dass am 7. Oktober 2023 in Israel pro Einwohner etwa 15-mal so viele Todesopfer zu betrauern waren wie bei den Anschlägen am 11. September 2001 in den USA.6 Dieser Methode zufolge würde das Ausmaß der massenhaften Tötungen der Bewohner des Gazastreifens nach drei Monaten – mindestens ein Prozent der Bevölkerung – 3,4 Millionen Toten in den Vereinigten Staaten entsprechen, das heißt mehr als das 1.100-fache des 11. Septembers und mehr als in allen Bürgerkriegen und internationalen Kriegen der gesamten US-Geschichte zusammen. Für die Hamas gilt das Opfern von Menschenleben als notwendiger Preis für die endgültige Befreiung der Palästinenser von der Besatzung ihres Territoriums, eine Einschätzung, die die Mehrheit der Bevölkerung zu teilen scheint.7 Israel hält die extreme Gewalt gegen Palästinenser für legitimiert, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten, auch wenn die jüngste Geschichte beweist, dass diese Strategie unwirksam ist.8 Beide Logiken tragen zur beispiellosen Massentötung der Bewohner des Gazastreifens bei.

Diese Zahlen mögen entsetzlich sein, doch sie entstehen keineswegs zufällig. Ein Sprecher der israelischen Streitkräfte bestätigte öffentlich, dass «der Schwerpunkt auf Zerstörung liegt, nicht auf Genauigkeit», und anonyme Geheimdienstquellen werden in dem Sinne zitiert, dass für ein zu erwartendes getötetes Hamas-Mitglied der Tod von Hunderten von Zivilisten in Kauf genommen wird.1 Wie mittels Luftbildern und künstlicher Intelligenz analysiert wurde, wurden auf Wohngebiete im südlichen Gazastreifen über zweihundert 2.000-Pfund-Bomben abgeworfen, die Krater mit einem Durchmesser von 50 Metern und enorme Menschenopfer verursachen können. Dorthin sollten sich die Palästinenser laut israelischer Armee «in Sicherheit» bringen.2 Der Massenmord an Zivilisten war im Gazastreifen vorsätzlich wie zuvor auch in Israel, er geschah nur in einem deutlich größeren Maßstab.

Abgesehen davon, dass sich die massenhafte Tötung von Palästinensern von früheren Kriegen im Gazastreifen durch die Zahl der Opfer, die eingesetzten Waffen und die Strategie unterscheidet, ging sie diesmal mit einem besorgniserregenden Diskurs der Entmenschlichung einher – Palästinenser wurden mit «menschlichen Tieren» verglichen –, einem Diskurs der Negierung und Vernichtung, des Bestreitens der Existenz eines «palästinensischen Volkes», wobei die «vollständige Zerstörung» sowohl der Infrastruktur als auch der Bewohner angekündigt wurde, alles Aussagen von Regierungsbeamten und Armeechefs.3 Diese Formulierungen veranlassten viele Experten, von einer genozidalen Absicht zu sprechen, zumal sie mit entsprechenden Handlungen zusammenhingen, insbesondere einer vollständigen Blockade, die der Bevölkerung die Luft zum Atmen nimmt. Diese Anschuldigung wird von der israelischen Regierung und ihren westlichen Unterstützern mit Nachdruck zurückgewiesen.

Doch nicht nur die Qualifizierung des Kriegs wird bestritten. Auch die Quantifizierung der Opfer wird infrage gestellt. Obwohl die einzige bisher festgestellte fehlerhafte Zählung im Zusammenhang mit den israelischen Opfern der Anschläge vom 7. Oktober stand, die zunächst aufgebläht und in einem verständlicherweise hochemotionalen Kontext falsch dargestellt wurde, haben westliche Medien und Politiker stets die Zahlen der palästinensischen Todesfälle angezweifelt und sie systematisch als Darstellung «nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums für den Gazastreifen» wiedergegeben. Dieses Misstrauen ist umso bemerkenswerter, als die Statistiken dieser Institution in früheren Konflikten ziemlich nah an denen lagen, die später von unabhängigen Quellen überprüft wurden – 2.310 Palästinenser sollen 2014 getötet worden sein, verglichen mit 2.251, die später im Sonderbericht der Vereinten Nationen gezählt wurden.4 Als Reaktion auf die Erklärung des US-Präsidenten, dass er «kein Vertrauen» in die Zahl der getöteten Palästinenser habe, veröffentlichte das Gesundheitsministerium für den Gazastreifen am 27. Oktober sogar den Namen, das Alter, das Geschlecht und die Personalausweisnummer aller identifizierten toten Bewohner des Gazastreifens.5 Durch diesen Streit um die Sterblichkeitsdaten werden die Palästinenser doppelt bestraft. Das Leben wurde ihnen genommen, und ihr Tod wird geleugnet.

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Zweifel an den Statistiken wäre eher mit entgegengesetzter Stoßrichtung angebracht. Die vom Gesundheitsministerium für den Gazastreifen veröffentlichte Zahl der Opfer wird zweifellos unterschätzt, nicht nur, weil viele Tote, die sich unter den Trümmern befinden, nie gezählt werden, weil ihre Überreste mit der Räumung zerstörter Gebäude verschwinden werden, sondern vor allem, weil der Tod besonders vulnerabler Personen durch Hunger, Dehydrierung, Krankheit und Verwundung nicht erfasst wird. Dem Projekt Costs of War des Watson Institute zufolge haben die «Kriege infolge des 11. Septembers» mit US-Beteiligung etwa 920.000 direkte Todesfälle verursacht und 3,7 Millionen indirekte – also viermal so viele.1 Indirekte Todesfälle ergeben sich aus dem wirtschaftlichen Kollaps, der Ernährungsunsicherheit, der Zerstörung der Infrastruktur, der Umweltvergiftung, der Ausbreitung von Epidemien und der mangelnden Gesundheitsversorgung aufgrund des Fehlens von Medikamenten und der Beschädigung von Krankenhäusern.

Um die Gesamtzahl der Opfer eines Krieges zu berechnen, führen Epidemiologen bei Stichproben der Bevölkerung Umfragen durch, um Angaben zu Todesfällen im Haushalt zu erheben, die sie dann mit Todesfällen vor dem Konflikt vergleichen. Der Überschuss an Toten zeigt die kriegsbedingte Sterblichkeit viel genauer an als die bloße Zahl der Opfer. So berichtete das irakische Gesundheitsministerium in den ersten sechs Jahren nach der Invasion des Landes, dass 110.000 Iraker getötet worden waren, aber die Umfrage eines Expertenteams der Johns Hopkins School of Public Health schätzte, dass allein in den ersten drei Jahren des Konflikts bereits 655.000 Iraker gestorben waren – sechsmal mehr in der Hälfte der Zeit.2 Es ist davon auszugehen, dass nach entsprechenden Studien, sofern die israelische Regierung sie durch unabhängige Gesundheitsexperten nach dem Krieg im Gazastreifen autorisiert, die Zahl der palästinensischen Todesopfer die derzeit veröffentlichten Angaben weit übersteigen wird.

Um den enorm ungleichen Preis zu relativieren, den Zivilisten auf beiden Seiten des Konflikts zahlen, behaupteten einige, dass die Bedeutung des Todes für Israelis am 7. Oktober und für Palästinenser danach eine andere sei. Es verletze mehr, so die Argumentation, gezielt wegen seines Jüdischseins getötet zu werden als zufällig von einer Bombe. Im ersten Fall werde die Menschlichkeit der Person selbst verletzt, während der Tod im zweiten Fall zu den unglücklichen Kriegsfolgen gehöre. In diesem Sinne wurde die Hamas vom israelischen Premierminister beschuldigt, «Nazis» zu sein und «einen zweiten Holocaust» begangen zu haben. Der israelische Botschafter trug bei den Vereinten Nationen zu einer Sitzung einen gelben Davidsstern mit der Aufschrift «Never Again» («Nie wieder»).3 Die traumatische Erfahrung der Israelis nach dem Massaker vom 7. Oktober muss anerkannt werden. Dennoch sind solche Interpretationen aus zwei Gründen problematisch.

Einerseits entpolitisieren sie den Hamas-Angriff, indem sie die Möglichkeit ausschließen, dass er sich gegen Besatzer und nicht gegen Juden richtete, eine Behauptung, die die Anführer der Bewegung wiederholt aufstellen, wenn auch auf einer streitigen Grundlage.1 Kompliziert wird die Lage dadurch, dass Israel sich selbst zum jüdischen Staat erklärt hat und somit Minderheiten, die ein Viertel der Bevölkerung ausmachen, aus seiner Definition ausschließt. Andererseits entpolitisieren sie auch das israelische Massaker an Zivilisten. Der israelische Verteidigungsminister rechtfertigte öffentlich einen Krieg gegen die Zivilbevölkerung im Gazastreifen, indem er behauptete, dass die Hamas oder sogar die Palästinenser insgesamt «menschliche Tiere» seien und «wie solche behandelt werden sollten», was seiner Ansicht nach nicht nur willkürliche großflächige Bombenangriffe zu bedeuten schien, und zwar mit mehr Angriffen innerhalb von nur drei Monaten als beim US-Angriff auf den Irak insgesamt, auf einem 1200-mal kleineren und 68-mal dichter bevölkerten Gebiet, sondern auch die Blockade von Wasser, Nahrung, Strom und Medikamenten für eine ganze Bevölkerung.2 Man sollte sich daher auch fragen, wie sehr es verletzt, als ein menschliches Tier getötet zu werden.

Die Bedeutung des Todes auf beiden Seiten der Gaza-Mauer wird komplexer, wenn man sie nicht aus der gemutmaßten Perspektive der sterbenden Person betrachtet, sondern aus der expliziten Perspektive derjenigen, die darüber entscheiden, wer sterben soll – aus Sicht der «Nekropolitik» der Kriegsparteien.3 Palästinensische Organisationen sahen das Märtyrertum langer Zeit als ein religiöses und politisches Zeugnis ihrer Lage an. Das Opfern des eigenen Lebens wird als Bestätigung seines Werts gegen die Abwertung durch die Besatzer empfunden.4 Das israelische Militär hingegen sieht sich geschwächt, wenn der Feind zivile oder militärische Geiseln nimmt, denn eine solche Situation erzeugt schmerzhafte Dilemmata, etwa die Frage, welcher Preis für deren Befreiung akzeptabel ist. In den letzten Jahren hat sich die Militärdoktrin zunehmend zum Nachteil des Lebens der Geiseln entwickelt.5 Beide Nekropolitiken – eine, die den Wert des Lebens durch das Märtyrertum zu behaupten versucht, und eine andere, die ihn im Namen der Realpolitik unterdrückt – haben zu immer tödlicheren Positionen im Konflikt beigetragen.

Die Analyse der Ungleichheit des Lebens aus der alleinigen Betrachtung seiner physischen Dimension, des bloßen Lebens, wie Walter Benjamin es nennt, hat jedoch Grenzen.6 Es ist, als ob man, um vom Leben zu sprechen, vom Tod sprechen müsse. Zweifellos ist die Hinwegnahme des Lebens der offensichtlichste Ausdruck seiner unterschiedlichen Bewertung, und zwar in einer extremen Form, wenn das Leben bestimmter Kinder als mehrere 100- oder sogar 1000-mal entbehrlicher gilt als das anderer. Die Ungleichheit kann aber nicht auf eine Quantität getöteter Menschen reduziert werden; sie muss auch auf die Qualität des von diesen Menschen gelebten Lebens bezogen werden. Das Leben ist nicht nur physisch; es hat auch eine soziale Komponente. Es ist nicht nur biologisch; es ist biografisch. Bei der Ungleichheit geht es nicht nur darum, wie viel ein Leben wert ist; es geht auch darum, wie viel wert es war, gelebt zu werden.

Unter diesem Gesichtspunkt ist die Diskrepanz zwischen Israelis und Palästinensern noch auffälliger. Erstere genießen Bewegungsfreiheit; sie profitieren vom Schutz ihrer Polizei und Armee; sie haben Zugang zu allen materiellen und kulturellen Gütern einer wohlhabenden Gesellschaft; sie sind Bürger eines von der internationalen Gemeinschaft anerkannten Staates. Letztere leben in besetzten Gebieten; sie werden in ökonomischer Abhängigkeit gehalten; sie leiden unter hoher Arbeitslosigkeit und Mangel an Gütern der Grundversorgung; sie werden zunehmend durch Siedler ihres Landes enteignet; sie leben oft in Lagern, nachdem sie enteignet wurden; sie erfahren Schikanierung durch feindliche Soldaten; sie müssen an Checkpoints Demütigungen über sich ergehen lassen; sie können willkürlich ohne Gerichtsverfahren inhaftiert werden; ihnen wird die Existenz als Volk verweigert, geschweige denn als Nation oder Staat. Israelisches Leben hat einen hohen Wert; palästinensisches wird ständig entwertet.

Diese über Jahrzehnte der Unterdrückung aufgebaute, zutiefst ungleiche Bewertung von Leben bildet die Genealogie der extremen Gewalt, die in Israel und Palästina seit dem 7. Oktober 2023 tobt.