Was geschieht, wenn man die niederländische Literatur aus ihrem beschaulichen nationalen Gehäuse sprengt und in eine postimperiale, trümmerübersäte Weltgeschichte versetzt? Safae el Khannoussis Debüt folgt einer jüdisch-marokkanischen Dissidentin quer durch «Oroppa» und zurück nach Nordafrika.
«Die Wüste ist auf dem Vormarsch», schrieb Schklowskij 1926 über einen Autorenkollegen, dessen Hauptberuf es war, sibirische Steppenlandschaften urbar zu machen. Heute schwebt Platonov wie ein meteorischer Fremdkörper durch die Literaturgeschichte. Seine politische Botschaft könnte klarer kaum sein.
«Ein Verblödungszusammenhang, der sich als Nichtwahl zwischen einem Springer-Sch**** und einem Zeit-De**** präsentierte» – zwei Bücher von Erika Thomalla und Philipp Goll fangen ganz gut ein, wie der deutsche Popjournalismus sich in den 90ern spaltete – und bis heute nicht zusammenfand.
Frustrated with the prestige that Joachim Trier’s Sentimental Value has amassed with ease, our critic argues that arthouse cinema has entered an age of “production value,” in which the mere aura of seriousness has replaced originality, and quality of execution is everything.