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en Audio No 21 Aug. 2026
A new counter-canon turns away from the fascist monuments that became architectural classics to look at forgotten antifascist projects. From Red Vienna to Gaza, Antifascist Architecture traces buildings shaped by solidarity, resistance, and collective life rather than power and spectacle.
Audio No 20 Juni 2026
Auch Schurkenstaaten sind trendsensibel: Auf der Venedig-Biennale 2026 sehen Pavillons wie der russische der modernekritischen Hauptausstellung verdächtig ähnlich. Der Kritikerkamarilla, die sich jahrelang über zu viel Politik und Theorie in der Kunst beschwert hat, müsste das eigentlich gefallen.
en No 20 Juni 2026
Au revoir, transfuge de classe? Reflecting on a genre that she herself played no small role in shaping, Claudia Durastanti considers the way contemporary transclass literature has been impaired by austerity and downward mobility—and now “succumbs to an insidious hypertrophy of the self.”
Audio No 19 Mai 2026
«Die Funktionsweise Groks bleibt eine Black Box. Was aus ihr kommt, ist kategorisch flach: Hamas oder Siedler, Krake oder Oktopus, alles sieht gleich aus, wird gleich, äquivalent, scheißegal.»
en Audio No 16 Jan. 2026
More and more international novels read as if their primary aim were translation into mass-market, globally legible English prose. Is Vincenzo Latronico’s Le perfezioni, written in Italian, one of them—or does it genuinely capture a generational ennui caught between dissent and assimilation?
en Audio No 16 Jan. 2026
Vincenzo Latronico’s Perfection is widely celebrated as an ultra-realistic portrait of the author’s generation—its expat condition, aspirations, and fears. More than a map of millennial angst and desire, the novel draws the reader into an intricate play of self-curation and authenticity.
+en No 12 Juni 2025
Als Antonio Scuratis Roman Mussolini erschien, hatte Trump gerade sein Amt angetreten. Seitdem hat sich die Lage nur noch weiter verschlechtert – die heutigen Nachahmer Scuratis benutzen den Faschismus als eine Kulisse für Liebesgeschichten und Coming-of-Age-Romane.
+it No 7 Nov. 2024
Vier Stunden dauere die Lektüre eines Buchs von Fleur Jaeggy, sagte Joseph Brodsky, aber um das Gelesene zu verarbeiten, brauche man ein Leben lang. Mit über achtzig erfährt die schweizerisch-italienische Autorin, deren Romane und Erzählungen von herber Strenge sind, eine verdiente Neuentdeckung.
No 7 Nov. 2024
Wenn Kunst kollektive Schmerzpunkte der Gegenwart berührt, aber keinen Aufschrei provoziert: Eine nüchterne Eloge an Yael Bartanas zeitdiagnostisches Meisterwerk Farewell in Venedig, das nach Aussage der Künstlerin «eine Art Endlösung» zeigt, aber nicht die von den Nazis imaginierte.
No 1 Feb. 2024
Die Welt ist längst untergegangen, und wir leben im Epilog. Diese Konsequenz aus dem Anthropozän verbaut New-Weird-Literatur in subtil apokalyptischen Szenarien. Auch Bruno Pellegrino erzählt das Weltende nicht als großen Crash, sondern leise, eindringlich und mit zart schimmernder Hoffnung.