Part memoir, part archive, part political history, Cristina Rivera Garza’s Autobiography of Cotton traces the intertwined histories of cotton, labor, family, and border violence across twentieth-century northern Mexico.
Cristina Rivera Garzas Schwester wurde als junge Studentin in Mexiko-Stadt ermordet. Der Täter, ihr Ex-Freund, war bald bekannt, blieb aber unbestraft. 30 Jahre später kann die Hinterbliebene endlich darüber schreiben – mit einer wuchtigen Präzision, die beim Dauerthema Femizid ihresgleichen sucht.
Mit dem Narko-Musical-Thriller Emilia Pérez wollte Hollywood einen alternden weißen Regisseur und eine mexikanisch inspirierte trans Schauspielerin für ihren vermeintlichen Wagemut feiern. Nun killen rassistische Tweets von Karla Sofía Gascón die Party. Der eigentliche Skandal liegt aber woanders.
Nach Jahrhunderten der Enttäuschung, scherzte Octavio Paz im Ernst, glaube man in Mexiko nur noch an die Lotería und die Jungfrau von Guadalupe. Anstatt weiterhin Worthülsen anzubeten, sollte die Kulturwissenschaft Phänomene wie ihre Verehrung als historisch-poetische Universalien erforschen.
Uns ist sie kaum bekannt, in Mexiko eine Ikone: Als dichtende Nonne und fanatische Rationalistin sprengte Sor Juana alle Erwartungen des 17. Jahrhunderts. Eine neue Übersetzung lädt ein, die Hochbegabte bei ihrem Höhenflug zum Scheitelpunkt der Vernunft zu beobachten. Wenigstens aus «der Ferne».