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en No 22 Okt. 2026
Berlin’s public pools have become battlegrounds over race, security, and national decline. The moral panic surrounding the Volksbad project asks what remains of the pool as a public good, and what kinds of social life can still take shape there.
+en Audio No 19 Mai 2026
Im Spätkapitalismus leben immer mehr Menschen allein – und sterben allein. Max-Planck-Forschende haben untersucht, wie Gesellschaften mit dem einsamen Sterben umgehen. Während Deutschland dabei offenbar nur an Crime und Krimis denken kann, sucht man in Japan wirkliche Antworten auf die Einsamkeit.
en No 19 Mai 2026
“But history / Is not without a malicious sense of humor, / And commerce is cleverer than it gets credit for.” Ryan Ruby plucks at the strings that stretch from there to here, from our skulls to our screens, in three poems on looking and not looking, doing and not doing.
en Audio No 19 Mai 2026
How it feels to watch Kristoffer Borgli’s twisted rom-com The Drama, starring Zendaya and Robert Pattinson, about an almost-canceled wedding when you’ve actually canceled your own.
+en Audio No 18 Apr. 2026 Free
«Es war immer eine Illusion, dass staatlich geförderte Kultur in Deutschland überhaupt nichts mit Staatskultur zu tun habe» – ein Editorial für eine Welt, in der Kriege im Äußeren die Freiheitsräume im Inneren immer kleiner werden lassen – links und rechts von Wolfram Weimer.
+en Audio No 18 Apr. 2026
Nach dem Holocaust beruhte die moralische Ordnung der Bundesrepublik auf der Verantwortung gegenüber Juden. Wenn daraus aber ein Verlangen wird, als «jüdisch» vorgestellte Eigenschaften selbst zu besitzen, schlägt die performative Liebe zu Juden in ihr Gegenteil um.
+en Audio No 18 Apr. 2026
«Ich lächle oft. Ich biete vorsichtiges Englisch an, abgerundet und höflich. Ich sehe, wie Gesichtsausdrücke sich verändern, wenn ich sage, dass ich Palästinenserin bin. Dass ich aus Gaza komme.»
en Audio No 18 Apr. 2026
Frustrated with the prestige that Joachim Trier’s Sentimental Value has amassed with ease, our critic argues that arthouse cinema has entered an age of “production value,” in which the mere aura of seriousness has replaced originality, and quality of execution is everything.
en No 16 Jan. 2026 Login
“She could be me someday, if he leaves her alone, but he says that’s who he lives for, and so I showed him last night what he’ll fathom, fully ’fine,’ the rest of his life: rejection”—three poems on time wasted and time regained, from Deutsche Bahn compartments to Zweiners, Neukölln.
en Audio No 16 Jan. 2026
More and more international novels read as if their primary aim were translation into mass-market, globally legible English prose. Is Vincenzo Latronico’s Le perfezioni, written in Italian, one of them—or does it genuinely capture a generational ennui caught between dissent and assimilation?
en Audio No 16 Jan. 2026
Vincenzo Latronico’s Perfection is widely celebrated as an ultra-realistic portrait of the author’s generation—its expat condition, aspirations, and fears. More than a map of millennial angst and desire, the novel draws the reader into an intricate play of self-curation and authenticity.
Audio No 15 Nov. 2025
Das innere Kind im Genie, die Eroberung seiner enfance perdue – oft sind es Männer, die darin den Apex der Kunst sehen. Nicht Tezer Özlü. Auf Türkisch wie Deutsch lief sie mit ihrer begnadeten Prosa allen Ursprüngen davon. Nur so konnten sie auf Distanz bleiben, die «kalten Nächte der Kindheit».
No 14 Okt. 2025
An der Besetzung der Alice-Salomon-Hochschule im Januar 2025 und ihrer Auflösung lässt sich zeigen, wie die deutsche Antisemitismusbekämpfung ins Autoritäre gekippt ist: Man weiß nicht mehr gut genug, was Antisemitismus eigentlich ist, wie man ihn wirksam bekämpfen könnte, und wer das tun soll.
en No 13 Aug. 2025
The Brazilian artist’s first retrospective in Germany invites visitors—or participants—to play with her famous 1960s Bichos. Enshrined in the Internationalist glass museum, Clark’s revolutionary gesture risks losing its local specificity to become all aesthetics and no political action.
No 11 Mai 2025
«Sonny, das Wiesel, hatte jedes Mal etwas anzubieten, einen Toaster in Originalverpackung, einen Satz Sportfelgen, einen schweren Kunstkatalog, der noch eingeschweißt war» — ein Ode an Berliner Glücksritter und Spielsüchtige, illustriert von der Fotoserie «Golden Age» aus unserem dritten Reader.
+it No 11 Mai 2025
Nach der Pandemie sollte doch alles besser werden. Wenn die Erkrankten genauso schlimm dran sind wie zuvor und Care die prekärste Arbeit von allen bleibt, wird diese Misere dann jetzt wenigstens präziser dargestellt? Filme von Petra Volpe, Philipp Döring und die Serie KRANK zeigen: teils teils.
No 10 Apr. 2025
Ihre ersten Berlinaufenthalte führten unserer Autorin typische rassistischen Vorurteile gegen türkischstämmige Menschen vor Augen. Hier erzählt sie, wie sie zu ihrem Buch Stellvertreter der Schuld und zur Außensicht auf deutsche Erinnerungskultur kam, in der Muslimen eine präzise Rolle zukommmt.
+en No 9 März 2025
Wenn der Berliner Bürgermeister die UN-Beauftragte Francesca Albanese cancelt und Scholz und Merz sich offen gegen die Verfahren internationaler Gerichte zu Israel stellen, wird klar: Nicht mehr die Sorge vor Antisemitismus motiviert die deutsche Staatsräson, sondern die Angst vor dem Völkerrecht.
No 9 März 2025
Im «Charlottengrad» der 1920er lebten nicht nur Nabokov und Schklowski, sondern eine halbe Million exilierter Sowjetbürger. Roman Utkins gleichnamiges Buch zeigt diese Community in ihrer ganzen existentiellen Ambivalenz – und wirft ein schillerndes Gegenlicht auf Berlins heutige Exilanten.
No 9 März 2025
In den Ruinen der Sozialdemokratie klammern sich Berlin Gothic-Romane an die Versprechen aus Sexpositivity und günstigem Wohnraum. Auch Aria Abers Good Girl ist ständig im Berghain, findet jedoch in migrantischen Realitäten ein starkes Gegengewicht. Reicht das, um Berlin-Fantasien auszunüchtern?
No 8 Jan. 2025
Wie mittelmäßig darf, soll, muss ein Universitätspräsident sein? Geht es nach dem Mann, der ausgerechnet einer Universität der Künste die Kunst austreiben will, nicht mittelmäßig genug. Ein Bericht und eine Meditation – über einen, der einschüchtert, weil er sich selber hat einschüchtern lassen.
No 7 Nov. 2024
Zur Berliner Spielzeiteröffnung trifft das Kraftakttheater der älteren Männer auf die Postdramatik einer jüngeren Generation, die sich weigert, das Rad der Gewalt immer weiter zu drehen. Das größere Drama spielt derweil fernab der Bühnen, wo das subventionierte Theater ums Überleben kämpft.
en Audio No 5 Aug. 2024
«On Holy Saturday, the sun closes early, leaving a phantom of warmth for tourists and visitors. The gray light, on this doorway of a day, between death and living again, turns us into some species of ghost, wandering in pairs or groups of beloveds through the Sanssouci Park in Potsdam.»
+en No 4 Juni 2024
Dozierende zeigen kaum Solidarität mit Studierenden, deren Protestcamps von Hochschulleitungen und Polizei brutal geräumt werden. Dabei brauchen wir die zeltlagernden Studierenden, denn sie nutzen ihre Rechte, um auf Völkerrechtsbrüche hinzuweisen und basisdemokratische Lösungsansätze zu entwickeln.
No 4 Juni 2024
«Der Palast der Republik ist Gegenwart», behauptet eine Ausstellung im Berliner Stadtschloss. Das ist selbstredend Quatsch, denn er wurde vom nationalkonservativen Schlossneubau verdrängt. Das «Forum für Vielstimmigkeit», das das Humboldt-Forum seither sein möchte, ist eines für Geschichtsklitterei.
+en Audio No 3 Mai 2024
Berlin sagt gerne von sich, eine Stadt der Emigranten, Einwanderer und Expats zu sein. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass gewisse Fremdheitserfahrungen nicht wegzuintegrieren sind. Wer im Exil lebt, folgt anderen Raum- und Zeitordnungen als die Alteingesessenen – und das ist auch gut so.
No 3 Mai 2024
Mit der polizeilichen Auflösung des Berliner Palästina-Kongresses am 14. April 2024 opfert der Staat die Rechtsstaatlichkeit zugunsten der Repression eines vermeintlichen Antisemitismus. Das kann nicht gut gehen.
en No 2 Apr. 2024
Germany takes pride in its memory culture. But its often self-congratulatory remembrance rituals have many blind spots. One of them is the network of international solidarity that the GDR was part of. Echos of the Brother Countries, an exhibition at HKW Berlin, allows for a closer look.
No 1 Feb. 2024 Login
Worum geht es? Um literarisches Wissen, Mut zur Genauigkeit, auch Schönheit, Abschweifung und Nerdiness. Texte, die ein Fenster aufmachen und – How German Is It? – mal kräftig durchlüften. Welcome to Berlin Review.
No 1 Feb. 2024
Die größte palästinensische Diaspora Europas lebt in Deutschland. Im politischen Diskurs kommt sie kaum vor, und das hat nicht nur tagespolitische Gründe. Der ganze Widerwille Westdeutschlands, zum Einwanderungsland zu werden, ließe sich anhand der Geistergeschichte seiner Palästinenser erzählen.